
(tg) Tommy B. Brandl wurde 1994 in Ostercappeln bei Osnabrück geboren. Nach dem Abitur studierte er Kommunikationswissenschaften in Hohenheim bei Stuttgart und in Düsseldorf. 2019 schloss er sein Studium mit dem Master of Arts politische Kommunikation mit dem Schwerpunkt Public Relations ab. Seine Masterarbeit schrieb er über das Thema „Astroturfing“. Darunter versteht man nach Wikipedia eine Art inszenierter Propaganda, die den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung erweckt, indem das Verhalten vieler verschiedener und geographisch getrennter Einzelpersonen zentral gesteuert wird.
„Ich habe versucht zu erkennen, welche Techniken dabei angewendet werden und bin der Frage nachgegangen, was Astroturfing durch Meinungsmanipulation mit dem Demokratieverständnis macht und ob es die Demokratie erodieren kann“, sagt Tommy B. Brandl. Die Ergebnisse seiner Recherchen arbeitete der 31-Jährige auch in seinen zweiten Roman ein, den im Jahr 2046 spielenden Science-Fiction-Klimathriller „Die letzte Hoffnung“. In dem 526 Seiten dicken Buch wird ein Szenario entworfen, wie die Welt in zwanzig Jahren aussieht, wenn sich an unserem aktuellen Verhalten nichts ändert und die Menschheit der Klimakrise zum Trotz einfach so weitermacht wie bisher. „Dann wird es ungemütlich“, meint der Autor. „Es wird mehr Dürreperioden geben, mehr Brände, weniger Wasser.“
Tommy B. Brandl beschreibt, welche Möglichkeiten es nach diversen Klimakatastrophen gäbe, gegenzusteuern. Doch der Plan, der Hoffnung verspricht, überschreitet alle Grenzen der Moral. Mit seinem Thriller will der Autor Räume schaffen für die Gespräche, die geführt werden müssen. „Das Thema wird immer gruseliger, je länger man darüber nachdenkt“, meint er. „Ich biete eine Haltung an und hoffe, dass im Sinne unserer Kinder wieder viel mehr über die Auswirkungen des Klimawandels gesprochen wird.“
Tommy B. Brandl hat bereits den historischen Roman „Runaways“ veröffentlicht, außerdem den Gedichtband „Sieben Gefühle in 70 Gedichten“. Er arbeitet bei der Buchhandlung Brockmann, ist verheiratet mit der Kinderbuchautorin Jana Angela und Vater von zwei Kindern. Vor drei Jahren fing er an zu schreiben. Zum aktuellen Roman, der zum Preis von 28 bzw. 19 Euro u.a. bei der Buchhandlung Brockmann erhältlich ist, wird es noch zwei Fortsetzungen geben.
Ich lebe in Brühl seit ....
2019 sehr gerne in Brühl-Ost.
Am besten gefällt mir an Brühl, ....
dass man alles bekommt, was man braucht, ohne dass die Stadt zu überladen ist.
In Brühl vermisse ich ....
ein breiteres Kulturprogramm vor allem für junge Erwachsene. Ich fühle mich in Brühl kulturell nicht immer richtig abgeholt.
Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
die Buchhandlung Brockmann. Nicht nur, weil man dort meine Bücher kaufen kann, sondern weil ich weiß, mit wieviel Leidenschaft dort gearbeitet und wie gut und gerne man dort beraten wird. Die Stadt wäre deutlich ärmer, wenn es die Buchhandlung nicht gäbe.
Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
nicht in einem Verein. Ich bin aber Mitglied der Brühler Grünen.
Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
dass sie den Klimawandel ernst nimmt und sich darauf entsprechend vorbereitet mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Ich denke da an Hitzeschutz, Energiewende, Mobilitätswende und die Vorbereitung auf Extremwetterereignisse.
Meine Einstellung zur Kirche ist ....
Ich bin nicht getauft und habe es auch nicht vermisst. Durch die Recherchen zu meinem Buch habe ich meine Beziehung zur Religion allerdings grundlegend überdacht. Die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Religionen der Welt ist sehr aufschlussreich, auch wenn ich mich nicht in kirchlichen Institutionen wiederfinde.
An den tollen Tagen findet man mich ....
in den von meinen Kindern ausgesuchten Kostümen verkleidet mit ihnen und meiner Frau am Wegesrand des Brühler Karnevalszuges.
Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
die familienfreundlichste Stadt zwischen Köln und Bonn.
Am besten abschalten kann ich ....
beim Lesen im Garten auf der großen Picknickdecke. Oder beim Musikmachen. Ich spiele seit 16 Jahren Gitarre, inzwischen zwar nicht mehr so oft und so laut wie früher, die Musik ist aber immer noch ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben.
Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über, ....
wenn so komplett ignoriert wird, was in Bezug auf den Klimawandel eigentlich getan werden müsste und im Gegenzug beispielsweise ein Naturschutzgebiet, von denen wir eigentlich eher deutlich mehr bräuchten, für wirtschaftliche Interessen geopfert werden soll.
Mein letzter Kinofilm war ....
schon länger her und war wahrscheinlich „Fantastische Tierwelten“, der ganz okay war.
Mein letztes Buch war ....
Aktuell lese ich acht Bücher parallel. Am besten gefallen mir „Wie die Welt denkt“ von Julian Baggini, „Auf Erden sind wir kurz grandios“ von Ocean Vuong sowie „Magisch“ von Annika Büsing.
Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....
überhaut nicht. Ich interessiere mich viel mehr für Basketball und habe mich zuletzt an den Leistungen der deutschen Mannschaft erfreuen können.