
Der Brühler Verein „Wir in Europa“ ist Veranstalter des spannenden Projektes „Bewegung und Begegnung – Europäisches Sportcamp für alle Generationen“, das vom 18. bis 25. Oktober in der Brühler Partnerstadt Weißwasser stattfindet. Erwartet werden bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brühl, Weißwasser und der polnischen Stadt Zary sowie eventuell auch aus Marhanez (Ukraine). Die Teilnehmer sind komfortabel im „KiEZ am Brauns-teich“ untergebracht, einem Kinder- und Jugenderholungszentrum mit vielen Freizeitmöglichkeiten inmitten der herrlichen Natur des Lausitzer Seenlandes. Wir haben uns mit Michael Rosemeyer, Pia Regh und Eva-Maria Reiwer von „Wir in Europa“, unterhalten.
BBB: Welche Idee steckt hinter dem Projekt „Bewegung und Begegnung“?
Michael Rosemeyer: Europa steht für Vielfalt, Gemeinschaft und Verständigung. Sport ist eine universelle Sprache, die Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprache verbindet. Das Projekt „Europäisches Sportcamp für alle Generationen“ will diese verbindende Kraft nutzen, um Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen europäischen Städten zu fördern. Durch gemeinsames Sporttreiben, kulturelle Erlebnisse und persönliche Begegnungen sollen Vorurteile abgebaut, Freundschaften geknüpft und das Bewusstsein für ein gemeinsames Europa gestärkt werden.
BBB: An wen richtet sich das Angebot?
Pia Regh: Die Veranstaltung, die im KiEZ stattfindet, richtet sich an ein großes Publikum, das sportinteressiert ist. Es werden zwischen 50 und 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den beteiligten Städten erwartet. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Senioren und verfolgt somit den Mehrgenerationenansatz. Ein bis zwei Betreuungspersonen werden sich um jeweils 10 Jugendliche kümmern.
Über das Mitwirken an der Veranstaltung nähern sich Menschen aus NRW und Weißwasser an das Thema Ost-West an. Auch über 35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Vorurteile über das Leben in Ost und West verankert, die sich durch einen niederschwelligen Angang – also den Sport – nicht auflösen, aber diskutieren lassen. Während z.B. Jugendliche in gemischten Mannschaften miteinander spielen, tauschen die Erwachsenen Erfahrungen aus oder spielen Boule.
Mithilfe einer „Erfahrungswand“ können die eigenen Sichtweisen auf das Miteinander und die Erlebnisse aus verschiedenen politischen Systemen sichtbar gemacht werden. Der Austausch über das eigene Empfinden findet bei den Ausflügen oder am Abend statt – dafür braucht es ein Vertrauensverhältnis – daher eine Woche „Spiel und Spaß”.

BBB: Welche Vereine werden teilnehmen?
Eva-Maria Reiwer: Die Kooperation mit den Vereinen ist maßgeblich für den Erfolg des Sportcamps verantwortlich, da dadurch ein breiter Personenkreis angesprochen wird. Aus Brühl werden der Brühler Turnverein 1879, Kahramanlar – Die Brühler Helden, der Tauchsportverein und weitere Sportler aus anderen Vereinen mitmachen. Aus Weißwasser haben die Lausitzer Füchse und weitere Sportvereine ihr Kommen zugesagt. Aber natürlich sind auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die nicht unbedingt an Sport, sondern an kulturellem Austausch und Kennenlernen interssiert sind.
BBB: Was steht alles an Aktivitäten auf dem Programm?
Eva-Maria Reiwer: Zu den Hauptaktivitäten zählen Teamsportarten wie Fußball oder Basketball, Fitness und Outdoor-Training. Weiterhin werden einige Exkursionen, Fahrradtouren und Ausflüge nach Bad Muskau oder Zary unternommen. Gesellig wird es bei Kochabenden, Tanz- oder Musikworkshops sowie interaktiven Spielen zugehen. Und schließlich stehen auch Gemeinschaftsevents wie Länderabende, Begegnungsfeste und die Abschlussveranstaltung auf dem Programm.

BBB: Wie finanzieren Sie diese Woche ud wie erfolgt die Anmeldung?
Michael Rosemeyer: Die Finanzierung erfolgt zum einen durch Mitgliederbeiträge. Stolz sind wir aber auch, dass das „Soziale Netzwerk Lausitz“ uns fördert. Dieses Geld kommt vom Bundesfamilienministeriu so-wie vom Freistaat Sachsen. Eine besondere Spende kam von der Kreissparkasse Köln mit dem Ziel, auch sozial schwächeren
Familien mit einem Zuschuss die Teilnahme zu ermöglichen.
Die Projektleitung liegt in den Händen von Michael Rosemeyer, dem Vorsitzenden von „Wir in Europa e.V.“. Er ist erreichbar unter Telefon 0178-756 2558 oder per E-Mail unter
Anmeldeschluss ist der 30. August 2026. Weitere Infos über den Veranstaltungsort gibt‘s unter
https://kiezbraunsteich.de