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Brühler Fragebogen ... mit Thomas Kaintoch

(tg) Thomas Kaintoch wurde 1958 in Bonn geboren, wuchs aber in Brühl auf. 1977 schloss er die Schule mit der Fachhochschulreife ab. Danach absolvierte er seinen Zivildienst beim Arbeiter-Samariter-Bund in Köln, wo er im Fahrdienst für Behinderte eingesetzt wurde. Es folgte eine Lehre beim Brühler Steinmetz Blondiau, die er erfolgreich als Steinmetz und Steinbildhauer beendete. Dort lernte er auch Hans-Jörg Blondiau kennen. Nach weiteren eineinhalb Jahren als Geselle bewarb er sich 1983 bei der Kölner Dombauhütte, bei der er sein restliches Berufsleben bis 2021 überwiegend in der Werkstatt verbrachte. Er ist verheiratet.

Schon in sehr jungen Jahren wandte sich Thomas Kaintoch auch der Kunst und speziell der Malerei zu, um im Gegensatz zu seinem Beruf „selbstbestimmt schöpferisch“ tätig zu werden. „In der Malerei und der Drucktechnik konnte ich mich ausleben“, sagt der Brühler Künstler und Filmliebhaber. Er war Gründungsmitglied bei ZOOM und setzte sich zusammen mit Hans-Jörg Blondiau und anderen dafür ein, dass nach der Schließung des letzten Kinos in Brühl im Jahr 1985 weiterhin über den Verein ein Filmangebot in Brühl auf die Beine gestellt wurde. Erst im Haus der Volkshochschule und später auch mit dem Open Air Kino.

So kam es auch dazu, dass Thomas Kaintoch Ende der achtziger Jahre einige Filmplakate für das Open Air malte, nachdem ein Engagement des bekannten, zunächst angefragten Hürther Kinoplakatmalers Willi Laschet für ZOOM finanziell nicht zu stemmen war. Doch Laschet unterstützte das Open Air dann doch, indem er das weitgehend von Thomas Kaintoch gemalte Plakat zu „Casablanca“ werbewirksam in der Brühler Innenstadt vollendete.

Dem ZOOM Open Air ist Thomas Kaintoch bis heute verbunden geblieben als aktives Mitglied im Organisationsteam. „Wir sind ein eingespieltes Team, das im Laufe der Jahre mit viel Engagement und Geschick das Open Air zu dem gemacht hat, das es heute ist“, freut er sich. „Die Atmosphäre im Rathaus-Innenhof ist einmalig, und selbst eine Vorstellung bei Regen ist ein Erlebnis.“

In letzter Zeit hat der Künstler mit der Fotografie ein neues Hobby gefunden. In der Fotografischen Arbeitsgemeinschaft Brühl geht er in jedem Monat auf die Suche nach dem besten Motiv für das gestellte Monatsthema. Und schließlich ist der jung gebliebene Rentner auch Schlagzeuger in den beiden Bands „The Burnt Fissells“ und „BKS“.


Ich lebe in Brühl seit ....

1958. Die letzten knapp 40 Jahre in der Innenstadt-Nord.

Am besten gefällt mir an Brühl ....

die gute Anbindung durch den ÖPNV an Köln und Bonn. Außerdem mag ich die vielfältige Gastronomie und das ZOOM Kino.

In Brühl vermisse ich ....

mehr Orte für Livemusik – dafür fahre ich meist nach Köln und Bonn. Es fehlen günstige Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....

das Café/Antiquariat „Die Eule“, besonders im Sommer draußen. Ich bin da fast jeden Tag und treffe regelmäßig nette Leute aus meinem Bekanntenkreis.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....

beim ZOOM Open Air und in der Fotografischen Arbeitsgemeinschaft Brühl.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....

dass sie die autofreie Mobilität in Brühl fördert. Vor 25 Jahren wurden noch sehr innovativ Möglichkeiten für Radwege geschaffen. Seitdem nicht mehr.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....

Sie war Jahrzehnte in der Kölner Dombauhütte mein Arbeitgeber. Ich bin auch noch Mitglied, aber spirituell eher inaktiv.

An den tollen Tagen findet man mich ....

bestenfalls an Weiberfastnacht mit meinen Exkollegen in Köln. Ab und zu schaue ich mir bei gutem Wetter auch den Brühler Zug an.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....

Stadt mit Flair, Schlosspark und großem Naturschutzgebiet in der Nähe von Köln und Bonn.

Am besten abschalten kann ich ....

als Besucher von Livekonzerten. Das letzte größere Konzert, das ich im Mai besucht habe, war in Köln im Gebäude 9 mit Voodoo Jürgens.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ....

einen SUV-Fahrer, der mich als Fahrradfahrer extrem gefährlich von der Straße gedrängt hat, weil er schnell aus einer Parklücke durchstarten wollte.

Mein letzter Kinofilm war ....

von Jim Jarmush der Film „Father, Mother, Sister, Brother“ im ZOOM Kino. Den Film fand ich etwas spröde. Viel besser hat mir „How to make a Killing“ gefallen.

Mein letztes Buch war ....

Ich lese eher Magazine, ständig das Ox-Fanzine, ein Musikmagazin.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....

insoweit, dass sie mir keine schlaflosen Nächte bereiten. WM- und Länderspiele gucke ich mir gerne an.