Das ZOOM Open Air. Immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis für ganz viele Menschen. Wir haben uns umgehört.

Gaby Zimmermann:
Mein schönstes Open-Air-Filmerlebnis war 2024 der Konzertfilm „Stop Making Sense”. Die Talking Heads haben richtig Tanzlaune gemacht und nach dem Film hat der DJ richtig gute Musik aufgelegt. Mit vielen anderen Tanzbegeisterten wurde in die Nacht hinein getanzt – selbst der leichte Sommerregen störte uns nicht. Mir gefällt immer das Zusammenkommen so vieler Menschen. Es ist immer ein großes „Hallo“, sich im Rathausinnenhof nach dem Urlaub wiederzusehen. Toll sind dann auch die Sonderaktionen, die auf die Filme abgestimmt werden, etwa kulinarischer Art. Das Gesamtkonzept ist einfach phantastisch.

Gabriele Wolf:
Das ZOOM Open Air ist für mich ein fester Bestandteil in meinem Leben wie Ostern, Weihnachten oder der Karneval. Das Besondere ist, dass sich das Team zu vielen Filmen etwas einfallen lässt und man sich einbringen kann. Beim Film „Das Leben des Brian“ sollten sich die Besucherinnen einen Bart ankleben. Da habe ich gerne mitgemacht. Bei den „Blues Brothers“ hatte ZOOM ein altes Polizeiauto vor den Eingang gestellt und Nonnen und Polizisten eingeladen. Vor „Mamma mia“ fand ein Karaoke-Wettbewerb statt. Oft gab es auch auf den Film abgestimmte Speisen und Getränke, Musik und vieles mehr.

Helmut Wichterich:
Natürlich das Kennenlernen meiner Frau beim Film „La Vie en Rose“ über das Leben von Edith Piaf. Der Film geriet aber zur Nebensache. Später hat ZOOM mal einen eigenen Film gemacht und mich dafür befragt. Es gab dann eine Szene von mir, in der ich mir selbst eine Frage stellte. Die Szene wurde dann als Running Gag mehrfach in den Film hineingeschnitten. Die Zuschauer haben sich darüber köstlich amüsiert und mich oft darauf angesprochen. ZOOM hat mir dann das Video geschenkt und später noch das eine oder andere Mal gespielt. Daran erinnere ich mich gerne.

Kadir Korkmaz:
Das Open Air ist immer wieder schön. Ich interessiere mich für Filme, die emotional sind und soziale Fragen stellen. Dramen, Familiengeschichten, das mag ich sehr. Gerne denke ich an den Film „The Postman“ über die Lebensgeschichte des Dichters und späteren Nobelpreisträgers Pablo Neruda, der später Politiker wurde. Der Film hat mich sehr bewegt und zu Tränen gerührt.

Stephanie Noirhomme:
Ich habe bisher nur Gutes über das Open Air gehört, habe es aber noch nicht geschafft, mir dort einmal einen Film anzuschauen. Entweder weil der Film bereits ausverkauft war, wir keinen Babysitter gefunden haben oder im Urlaub waren. Aber ein Besuch steht ganz oben auf meiner To-Do-Liste.

Heike Kragl-Besse:
Da muss ich überlegen, weil es so viele schöne Erlebnisse in toller Atmosphäre an lauen Sommerabenden gab. Als Filme fallen mir ein „Birnenkuchen mit Lavendel“ oder „Die Reise der Pinguine“, den wir mit der ganzen Familie geschaut haben. Ein Klassiker ist auch der Mitmachfilm „Der Hahn ist tot“, der immer wieder schön ist.

Sven Jestädt:
Da fällt mir spontan der Film „Findet Nemo“ ein, den ich bei einsetzendem Regen geschaut habe. Die Reihen lichteten sich auch schnell, während wir durchgehalten haben und trotzdem viel Spaß hatten. In guter Erinnerung ist mir auch der Film „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“ des Kabarettisten und Psychotherapeuten Bernhard Ludwig. Dabei sollten sich Männer und Frauen getrennt voneinander hinsetzen. Alle haben mitgemacht und viel Spaß gehabt.

Friedhelm Heuser:
Das Open Air ist immer toll, ganz egal welcher Film gezeigt wird. Ich sage immer: Die könnten mir auch die Tagesschau vorspielen, ich würde trotzdem hingehen. Ich genieße einfach die Atmosphäre und treffe Leute. Wir sind meistens in größeren Runden da. Gerne erinnere ich mich auch an eine Aktion von ZOOM mit dem Brühler Schachklub. Wir haben vor dem Filmstart ein Blitzschachturnier veranstaltet und einen Schaukampf gemacht zwischen einem ZOOM-Mitglied und einem Spieler aus dem Schachklub, das auf der Leinwand übertragen wurde. Diese zusätzlichen Aktionen von ZOOM gefallen mir immer sehr.
Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)